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DsiN-Index 2017: Die Anzahl der Cyberangriffe steigt!

DsiN-Index 2017: Die Anzahl der Cyberangriffe steigt!

26.05.2017 // Der DsiN-Index wird seit 2014 in Kooperation mit dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) und dem Studienpartner Kantar TNS erhoben. Die aktuelle Studie zeigt zwar einen Anstieg der Sicherheitskompetenz bei Verbrauchern, jedoch stieg gleichzeitig auch die Bedrohungslage Opfer eines Cyberangriffs zu werden.

Der DsiN-Index wird seit 2014 in Kooperation mit dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) und dem Studienpartner Kantar TNS erhoben. Die aktuelle Studie zeigt zwar einen Anstieg der Sicherheitskompetenz bei Verbrauchern, jedoch stieg gleichzeitig auch die Bedrohungslage Opfer eines Cyberangriffs zu werden.

„Um der Bedrohungslage im Netz entgegenzuwirken, müssen wir die Aufklärungsarbeit für Verbraucher verstärken“, erklärt Dr. Thomas Kremer, Vorstandsvorsitzender von Deutschland sicher im Netz e.V. „Wir müssen das Übel an der Wurzel packen: Digitale Kompetenz ist Schlüsselkompetenz im 21. Jahrhundert. Fast 60 Prozent der Verbraucher haben erhöhten Aufklärungsbedarf. IT-Sicherheit muss schon früh in der Bildung verankert werden, um für verändernde Risiken im Alltag gewappnet zu sein.“

Digitales Sicherheitsgefälle mit Aufklärungsarbeit entgegen wirken

Auffällig ist auch in diesem Jahr die unterschiedliche Sicherheitslage der Verbrauchertypen. Hieraus ergibt sich eine Verstetigung des digitalen Sicherheitsgefälles in Deutschland. Insbesondere die Gruppe der sogenannten Fatalisten, zu denen viele junge Menschen gehören, offenbaren Sicherheitsdefizite wie mangelndes Sicherheitsverhalten. Sie geben mit 50,6 Punkten (2016: 52,5 Punkte) die rote Laterne in diesem Jahr an die Außenstehenden mit 49,4 Punkten (2016: 54,7 Punkte).


"Der Index zeigt, dass wir in Deutschland noch ein sehr unterschiedlich ausgeprägtes Wissen über IT-Sicherheit haben. Das bedeutet für uns: Wir müssen an die einzelnen Zielgruppen herantreten. Das sind bei weitem nicht nur ältere Menschen, die wir mit dem Projekt Digital-Kompass unterstützen, sondern auch viele Junge, die als sogenannte ‚Fatalisten‘ noch zu wenig auf ihr Recht auf Datenschutz achten", erklärt Ulrich Kelber, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz.
„Bei den meisten Verbrauchern fallen Sicherheitswissen und - verhalten erkennbar auseinander“ ergänzt Hartmut Scheffler, Geschäftsführer von Kantar TNS. „Dazu gehören vor allem die Gruppen der Außenstehenden, Fatalisten und Gutgläubigen. Zwar ist die Gruppe der außenstehenden Nutzer kleiner geworden, doch bilden sie mit den Fatalisten und Gutgläubigen unter den Verbrauchern weiterhin eine Mehrheit mit erhöhtem Aufklärungsbedarf zu IT-Sicherheit und Datenschutz.“

 

Firmen ebenfalls gefährdet

Im Umkehrschluss bedeutet es auch für Firmen, dass das Thema IT-Sicherheit und Aufklärung eine große Bedeutung haben müssen. Wenn sich ihre Mitarbeiter zu arglos im Internet bewegen oder unsichere Passwörter verwenden, sind Firmengeheimnisse schnell ausgespäht, oder es passiert noch schlimmerer Schaden.

Bildquelle: www.pixabay.com
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